Zu meiner Person

Franz WögererGeboren 1961 in Neunkirchen im südlichen Niederösterreich, lebe und arbeite ich seit Jahren in Wien und Zürs am Arlberg als Küchenchef.

Meine fotografische Aufmerksamkeit gilt der gesamten Tier- und Pflanzenwelt, mit besonderem Interesse an Reptilien, Vögel und Insekten.
Die bevorzugten Aufnahmegebiete in der Vergangenheit waren die nähere Umgebung von Wien, wie der Nationalpark Donau Auen, das nördliche Burgenland mit dem Nationalpark Neusiedlersee, Kärnten und Salzburg mit den Hohen Tauern, das niederösterreichische Waldviertel und Weinviertel.
Reisen mit tierfotografischem Schwerpunkt führten mich außerdem nach Ungarn, Schweden, Indien, in die benachbarte Slowakei sowie wiederholt nach Bulgarien.

Meine erste Afrikareise im Jahre 2011 brachte mich nach Sambia, in den South Luangwa Nationalpark und in den Lower Zambesi Nationalpark.

Eigentlich war es eher eine Flucht, verursacht durch meinen bevorstehenden 50. Geburtstag, geplante Partys sind mir ein Gräuel.
Aber wie es das Schicksal so will, habe ich mich möglicherweise mit einem tückischen Virus infiziert, genauere Analysen stehen noch aus. Bei eingehendem Studium der Literatur kann man feststellen dass in erster Linie Naturliebhaber, im speziellen Naturfotografen, davon befallen werden.
Die Heilung vom "Virus Afrika" ist manches mal langwierig oder nicht möglich.

Ist nur ein Scherz, Afrika ist fantastisch, die Tierwelt ist so anders als bei uns in Europa, schneller, stärker, größer, gefährlicher, etc. und faszinierender, zu mindestens für mich ist das so.

Im offenen Geländewagen nur ein paar Meter neben Elefanten, Büffel, Antilopen und Gazellen zu sein hat etwas besonderes für sich.
Oder einfach nur die Situation, wie ein Leopard aus einiger Entfernung direkt auf das Auto zuging, um dann in nicht einmal 2 Meter Abstand majestätisch vorbei zu gehen, sind einfach unvergesslich. Die vielen schönen Situationen hier zu beschreiben wäre wohl zu viel.

Im Jahr darauf ging es nach Kenia - und es war einfach nur fantastisch - Naturfotografie pur.

Die BIG FIVE in ein paar Wochen, River Crossing der Gnus über den Mara, Hippos im Pool (nicht im Swimmingpool) und so weiter. Aber ich würde es als einen schweren Fehler betrachten, nur die berühmten oder von vielen begehrten Motive zu suchen und zu fotografieren. Die Welt der Pflanzenfresser und die der Vögel hat ebenfalls sehr viel zu bieten. Die Landschaft Kenias ebenfalls.
Die Planung für das Jahr 2013 ist bereits abgeschlossen, der Schwerpunkt der Tierfotografie wird wieder in Afrika liegen.

Meine Aufnahmen im Tier- und Pflanzenreich entstehen seit 2005 digital mit Kameras und Objektiven von Nikon.
Das Nikon Equipment erfüllt meine Ansprüche an Robustheit und Geschwindigkeit sowohl bei der Bildfrequenz als auch beim Autofokus.

Die neuen Digitalkameras ermöglichen, mit ihrer hohen Empfindlichkeit bei gleichzeitig phantastischer Qualität, Fotos die mit Diafilm einfach nicht möglich waren.
Hier betreibe ich sozusagen die Jagd mit der Kamera, allerdings eine für die Tiere ungefährliche Jagd, zumal ich kein Problem habe auf ein Motiv zu verzichten.
Ein gesundes Maß an Sensibilität, Verantwortungsbewusstsein und Wissen ist speziell bei der Tierfotografie und auch bei der Pflanzenfotografie sicherlich hilfreich und notwendig.

Ganz anders die Landschaftsfotografie - hier gilt für mich der oft zitierte Satz

„Back to the Roots“

Ich verwende eine Großformatkamera Linhof Technikardan S im Format 4x5 Inch, ca. 10x12,5 cm Filmgröße, mit Objektiven von 58 bis 400mm, von Schneider Kreuznach und Rodenstock.
Als Filmmaterial kommt jetzt ausschließlich Fuji Velvia zum Einsatz.

Die Landschaftsfotografie mit der Großformatkamera bedeutet für mich den ultimativen Ausgleich zu meinem zeitweise sehr hektischen Beruf.
Es ist die systembedingte Langsamkeit, die bedächtige Arbeitsweise mit dem Handbelichtungsmesser und dem Einstelltuch, das exakte Festlegen der Schärfenebene.
Auch das ich mit beiden Augen das Motiv als fertiges Bild auf der Mattscheibe vor mir sehen kann.

Natürlich ist es auch der Aufenthalt in der Natur, das Warten auf den richtigen Augenblick - oft habe ich auch schon vergebens gewartet - und die Naturerlebnisse, die man in der Zwischenzeit hat, bevor man die Aufnahme macht. Nicht zuletzt verbringe ich somit auch mehr Zeit mit, oder hinter, der Kamera in freier Natur als vor dem Computermonitor. Letztendlich die fantastische Qualität, die sich in Fine Art Prints zeigen lässt.

All dies sind Gründe die mich mit der klassischen Großformatfotografie verbinden und mich an ihr begeistern.

Landschaftsfotografische Reiseziele mit der Großformatkamera außerhalb Österreichs waren die Soca in Slowenien, der Plitvice Nationalpark
in Kroatien, die Dolomiten in Südtirol und die Bretagne in Frankreich.
Die letzten größeren Reisen führte mich zum zweiten Mal in den norden Chiles, in die Atacama Wüste.
Eine der trockensten Wüsten der Welt im Großformat zu fotografieren gehörte zu meinen Top Zielen.
Dieses mal ging es von Arica, im äußersten Norden Chiles, aus und führte mich wieder in mir bereits bekannte Gefilde. Das erklärte Ziel war dieses mal die Atacama mit Schnee zu fotografieren und wir hatten Glück es gab ausreichend davon, im Jahr davor gab es dagegen überhaupt keinen Schnee in der Atacama. Von San Pedro de Atacama aus ging es wieder in das Altiplano von Bolivien, mit der Salar de Uyuni.
Der Welt größter Salzsee mit seiner enormen Ausdehnung von 12000 Quadratkilometer ist einzigartig.
Wenn irgendwie möglich bereise ich alle Plätze mindestens ein zweites mal.

Mitglied im VTNÖ (Verein für Tier und Naturfotografie Österreich).